…Sprachstörungen

Phonologische Störungen

Bei einer phonologischen Störung zeigt das Kind „Lautverwechselungen“;
d.h., ein Kind ersetzt weitgehend konsequent einen Laut durch einen
anderen. Dies kommt u.a. bei ähnlich klingenden Wörtern wie beispielsweise
„Kopf“ und „Topf“ vor oder „Tasche“ wird zu „Tasse“. Den Laut an sich kann
das Kind jedoch richtig bilden.

Wortschatzdefizit

Ein Wortschatzdefizit liegt vor, wenn ein Kind für das jeweilige Alter zu wenig
Wörter kennt, gebraucht und/oder die Bedeutung von an sich altersgemäßen
Anforderungen nicht versteht. Bei letzterem geht man von einem
eingeschränktem Sprachverständnis aus. Bei zweisprachig aufwachsenden
Kindern besteht ein Wortschatzdefizit sofern die Schwierigkeiten in beiden
Sprachen auftreten.

Dysgrammatismus

Der Dysgrammatismus zeichnet sich aus durch Vertauschen einzelner Wörter
oder Satzteile innerhalb eines Satzes aus. Weiterhin zählt dazu die verkehrte
Beugung eines Haupt- oder Tunwortes wie beispielsweise „Ich habe den Brot
geesst.“. Der Dysgrammatismus besteht auch, wenn ein 2 ½ jähriges oder
noch älteres Kind ausschließlich Ein- und Zwei-Wort-Äusserungen gebraucht
und/oder noch keine Fragen oder Verneinungen grammatikalisch richtig
bilden kann.

Pragmatische Störungen

Pragmatische Störungen machen sich beim Erzählen von Ereignissen
bemerkbar. Das Kind oder der Jugendliche hat hier Probleme, von einem
bestimmten Ereignis für seinen Gegenüber nachvollziehbar und bei zeitlich
korrekter Einordnung und Abfolge zu berichten.

Entwicklungsdyslexie/-dysgraphie

Eine Entwicklungsdysgraphie liegt bei Schwierigkeiten im schriftlichen
Ausdruck vor. Bei einer Entwicklulngsdyslexie kann der/die SchülerIn den
Sinn von gelesenen Worten und Sätzen nicht erfassen, sofern er/sie die
Buchstaben beim lauten Lesen miteinander verbinden kann.

Aphasie

Eine Aphasie kann sich sehr unterschiedlich zeigen. Sie ist oft das
Unvermögen Wörter zu finden, korrekt auszusprechen, zu verstehen. Es
kann sich auch durch den gehäuften Gebrauch von Redewendungen und
Floskeln zeigen, Satzverschachtelungen oder dadurch, dass der/die
Betroffene extrem viel unter Einsatz von zumeist inhaltsleeren Phrasen redet
(Logorrhoe).
Eine Aphasie ist meist die Folge eines neurologischen Ereignisses wie
beispielsweise eines Schlaganfalls oder einer Hirnblutung.

Agraphie/Alexie

Agraphie und Alexie können nach neurologischen Ereignissen entstehen. Bei
einer Agraphie ist das Schreiben gestört, d.h. Wörter und/oder Sätze können
nicht mehr orthographisch oder inhaltlich korrekt geschrieben werden wie es
dem Betroffenen vor dem Ereignis möglich war. Das Verstehen von
Gelesenem ist bei einer Alexie eingeschränkt oder teilweise gar nicht mehr
möglich.